Skandalturnier unter irregulären Spielbedingungen.

Der hüfthohe Grasbewuchs auf dem Parcours führte nicht nur zu mehrfachem Scheibenverlust, zeitweilig schien sich auch Flight 12 mit insgesamt sechs Spielern unauffindbar im kaum durchdringlichen Gewächs verirrt zu haben. Ob sich das verschollene Spielgerät am Ende wieder anfand, ist nicht bekannt. Die vermissten Mitspieler tauchten jedenfalls nur eine knappe Stunde nach den übrigen Teilnehmern unvermittelt wieder auf, was für die Turnierseriengesamtwertung jedoch lediglich von untergeordneter Bedeutung blieb.

20160529 URB7471 kIm Turnierverlauf stellten sich dem interessierten Beobachter gleich eine ganze Reihe von Fragen, von denen einige jedoch bis zum Schluss unbeantwortet blieben: 1. Wo war eigentlich Wolfgang Breuer? 2. Wer hat sich den Namen des ausrichtenden Gifhorner Disc-Golf-Vereins ausgedacht? 3. War das derselbe, der für die Positionierung der Abwürfe an den zusätzlichen Bahnen verantwortlich zu machen ist?

2016 06 24 PHOTO 00000064Zur Wiederholung des Vorjahressiegs hat es nicht ganz gereicht, dennoch war Tee-Timer Marvin Tetzel mit seinem Abschneiden bei den 29. Berlin Open zufrieden: "Die Konkurrenz war international und äußerst stark." Nach zwei Runden hatte Wolfenbüttels Sportler des Jahres das Klassement sogar noch angeführt, vor dem Finale lag er lediglich einen Wurf hinten.

Favoritendämmerung und ein überraschender Außenseitersieg.

Um dem hohen spielerischen Niveau des Starterfeldes gerecht zu werden, wurde der Parcours im Peiner Heywoodpark durch die Verlegung der Abwürfe an einigen Bahnen leicht modifiziert. Eine nicht ganz einfache Aufgabe. Schließlich war dabei im Hinblick auf die Charakteristik und Länge der neugestalteten Bahnen zu berücksichtigen, dass eine handelsübliche Wurfscheibe aufgrund der gottgegebenen physikalischen Gesetzmäßigkeiten, wie erst seit kurzem allgemein bekannt ist, keinesfalls weiter als 100 Meter zu werfen ist.

image3Wenn man wie Marvin Tetzel schon so einiges gesehen und gewonnen hat in Sachen Disc-Golf, dann kommentiert man seinen ersten Sieg bei der Salzgitter Island Challenge auf Facebook kurz und trocken: "First tournament of the year - first win." Damit bleibt das Gesetz der Serie bestehen, denn auch bei der 7. Auflage von Deutschlands einzigem Inselturnier gab es einen neuen Sieger. Einen verdienten obendrein, denn was der amtierende Vize-Weltmeister der Junioren in der Stahlstadt an Würfen anbot, das musste am Ende einfach durch den TD mit dem Siegerpreis, einem großen Kescher, ausgezeichnet werden.

turkeyAlles muss raus. Die alten Putter weg, billig verscherbelt, ersetzt durch ein besseres Modell
„fliegt viel gerader", davon wird direkt ein ganzer Satz angeschafft. Hilft alles nichts – am Ende springt nur ein Mittelfeldplatz raus für den Sieger des letzten SONen Tour Turnieres. Ein kalter Wind machte den Spielern bei der Qualifikation der Tee-Timers zur Niedersächsischen Puttmeisterschaft zu schaffen, die am 8.2.2015 im Seeliger Park in Wolfenbüttel stattfand.

IMG 20160627 WA0003Die heutige SONen-Tour in Helmstedt verlief erwartungsgemäß. Wer sich das Starterfeld vorab mal genauer betrachtet hat, bemerkte die schlechten Buchmacherquoten für Fr. Hoffmann und Hr. Groneuer, um dessen Nachnamen sich immer noch eine Diskussion der korrekten Aussprache entzündet – im Zweifel hat der Präsi immer Recht. Das Starterfeld war heute überschaubar. Deutsche Meister, Vereinsmeister und gemeine Urlauber zogen es wohl vor an die Ostsee zu reisen, anstatt sich bei sommerlichen, windigen Wetter dem Piepenbrinkpark zu stellen.

image4Am Samstag, den 18. Juni war es wieder soweit. Der 2014 erstmals ins Leben gerufene und mittlerweile bekannte und berüchtigte „Collector Marathon“ ging in eine neue Runde. Bei diesem Discgolf-Turnierevent der besonderen Art, sorgfältig und langfristig geplant und organisiert von Folker Eckebrecht und den Tee-Timers aus Wolfenbüttel, ging es darum, so viele Discgolfkurse in der Region Braunschweig / Wolfenbüttel an nur einem Tag zu absolvieren, wie möglich. Was zunächst so einfach und verlockend klingt, stellte sich für die Spieler jedoch schließlich als große Herausforderung und ein starkes Stück Arbeit heraus. Es ging dabei nämlich nicht um drei oder vier, sondern um ganze zwölf Kurse, welche mit insgesamt 159 Bahnen sogar einen inoffiziellen Weltrekord darstellten.
Ganze 27 Spielerinnen und Spieler stellten sich in diesem Jahr dieser Herausforderung. Bereits um fünf Uhr am Morgen starteten der Großteil von ihnen unter den ersten Sonnenstrahlen am 9-Körbe Kurs am Tankumsee.

Gegendarstellung: Anders als der diesbezüglich missverständlichen Formulierung des ursprünglichen Turnierberichts zu entnehmen ist, wurde sehr wohl ein Igel erzielt. Und zwar auf der aufgrund des verlegten Abwurfs als par 4 zu wertenden Bahn 3. Vollbracht haben dieses Kunststück die Sportskameraden Martin / Mattschull in der zweiten Runde im Modus „Best Shot“. Gratulation! Dass die beiden trotz dieser Glanzleistung am Ende im sportlichen Niemandsland der Ergebnistabelle gelandet sind, soll an dieser Stelle rücksichtsvoll verschwiegen werden.

7 WF Open 017In menschlichen Beziehungen gibt es ja so etwas wie das verflixte 7. Jahr, doch für die siebte Auflage der Wolfenbüttel Open galt das nicht. Das Turnier im Seeliger Park und auf der Reiterwiese strotzte nur so vor Harmonie; bestes Wetter, tolles Essen, nette Spieler und spannende Runden sorgten bei allen Beteiligten für strahlende Gesichter.